Orte der Nordküste

Santana. Der kleine Ort erhielt seinen Namen von der Kapelle Santa Ana, die die ersten Siedler im 16. Jahrhundert erbauten. Die heutige Kirche stammt aus dem 17. Jahrhundert. In dem bezaubernden ländlichen Ort stehen schön restaurierte (aber meist unbewohnte) traditionelle Bauernhäuser, die eines der Wahrzeichen

Madeiras sind. Es sind sind dreieckige Nur-Dachhäuser, meist rot gestrichen und mit Stroh gedeckt, das alle 4 - 5 Jahre ausgewechselt werden muss. Das Wahrzeichen des Ortes ist der Adlerfelsen, ein durch Erosion vom Bergmassiv abgetrennter wuchtiger Berg. Man kann ihn mit Hilfe der Seilbahn "ersteigen", um den sensationellen Blick über die Nord- und Ostküste zu genießen. Die fruchtbare Umgebung ist die Kornkammer Madeiras.

Sáo Vicente. Die malerische kleine Stadt dürfte neben der Hauptstadt die größte Dichte an Boutiquen in Madeira aufweisen, was aber nie aufdringlich wirkt oder der Atmosphäre Abbruch tut. Außer einem Einkaufsbummel sollten drei Sehenswürdigkeiten auf Ihrem Besichtigungsplan stehen. Die barocke Pfarrkirche aus dem 17. Jahrhundert hat schöne Azulejos und vergoldete Schnitzereien zu bieten. Sehr interessant ist die bemalte Holzdecke, auf der der Ort abgebildet ist. Im öffentlichen Park sind heimische und endemische Pflanzen Madeiras zu sehen. An der Flussmündung steht die Kapelle Sao Vicente, die dem Ort ihren Namen gab. Sie ist in eine Nische des Basaltblocks gebaut, auf dem ein großes Kreuz steht. Der Legende nach soll hier der Leichnam des Heiligen Vincentius von Valencia angetrieben worden sein, obwohl er mit einem Mühlstein beschwert ins Meer geworfen wurde. Er wurde hier begraben und an der Stelle seines Erscheinens 1694 die Kapelle gebaut.