Orte der Südküste
dem 15. Jahrhundert, wurde aber mehrfach umgebaut. Das heutige barocke Aussehen erhielt sie im 18. Jahrhundert. Sehr sehenswert ist die Statue der Schutzheiligen, die eine der ältesten der Insel ist, und das Taufbecken aus grüner Keramik, das von König Dom Manuel I. gestiftet sein soll. Der Ort ist ursprünglich durch den Anbau von Zuckerrohr reich geworden und schwenkte nach dem Zusammenbruch der Zuckerproduktion auf den Anbau von Bananen um, die bis heute exportiert werden. Wegen der EU-Normen ist ein Teil der Früchte aber von der Einfuhr in die EU ausgeschlossen - meist sind sie zu klein und/oder zu krumm. Dafür schmecken sie fantastisch - gönnen Sie sich den Genuss der kleinen aromatischen Früchte, die nicht in Containern nachreifen.
Ribeira Brava. Ursprünglich ein Anbaugebiet für Zuckerrohr, konzentrierte sich die Landwirtschaft nach dem Zusammenbruch des Zuckerhandels auf den Anbau von Bananen und anderem Obst. Ein weiterer Erwerbszweig war die Fischerei. Heute trägt der Tourismus, der sich aber vor allem auf den Strand und die Promenade mit Cafés und Restaurants konzentriert, zum Lebensunterhalt bei. Sehenswertes gibt es hier eine Menge. Die Pfarrkirche Sao Bento ist an sich nicht besonders bemerkenswert, aber die gesamte Turmspitze ist mit Azulejos verkleidet. Dahinter liegt das in inseltypischem Stil erbaute rosa Rathaus mit seinen grünen Fensterläden in einer schönen Gartenanlage. In der alten Markthalle können Sie Augen und Nase mit Eindrücken verwöhnen und bei Bedarf natürlich auch die Zunge. Das kleine ethnografische Museum hat eine Ausstellung zur regionalen Kultur. Eine besonders interessante Veranstaltung ist das Fest des heiligen Petrus am 28./29. Juni. Es gibt eine Bootsprozession und am Strand werden Buden aufgebaut, an denen geschlemmt und gefeiert wird.
Camara de Lobos Seinen Namen erhielt der Ort von den Mönchsrobben, die der Entdecker hier fand. Das Meer ist noch heute prägend für den Ort, der stark vom Fischfang abhängig ist. Das malerische Treiben in den Gassen und am Hafen und die bunten Fischerboote machen Camara de Lobos zu dem madeirensischen Fischort schlechthin. Voller Stolz erinnert eine Gedenktafel im Ortskern an den berühmtesten Besucher des Ortes. Winston Churchill ließ sich hier zum Malen inspirieren und sein Bild des Dorfes kann heute in seinem Wohnsitz in Kent besichtigt werden. Oberhalb des Ortes liegt die Estreito mit ihren Bananenplantagen und Weinbergen. Das wichtigste Weinbaugebiet Madeiras feiert im September ein Winzerfest, das mehrere Tage dauert. Westlich des Ortes erhebt sich die mit fast 600 Metern Höhe zweithöchste Steilklippe der Welt, das Cabo Girao.