Porto Santo
Insel wurde zum Ausgangspunkt für die weitere Erkundung der afrikanischen Westküste durch die Portugiesen unter König Heinrich dem Seefahrer. Auch Christopher Columbus lebte hier einige Jahre und war mit der Tochter des ersten Gouverneurs verheiratet. Bei ihrer Entdeckung war Porto Santo noch mit Drachenbäumen, Wacholder und Baumheide bewachsen. Für Getreide- und Weinanbau und Viehzucht wurden weite Flächen gerodet. Da die Wasserversorgung jedoch nicht immer gewährleistet ist, wurde der Ackerbau zugunsten der Viehzucht reduziert. Diese ist auf der relativ flachen Insel einfacher als auf Madeira und Porto Santo ist bis heute der Fleischlieferant für die große Schwester. Landschaftlich wirkt die trockene Insel ohne Flüsse kahl, sie hat aber zur Entschädigung einen 9 (!) Kilometer langen Strand mit goldenem Sand. Da Madeira kaum Strände hat, ist er ein Magnet für Touristen und Einheimische, die ihn innerhalb von 2 - 3 Stunden mit der Fähre erreichen können und vor allem am Wochenende in Scharen kommen.
Ansonsten hat die Insel nur das Columbus-Museum zu bieten, das sich in seinem vermuteten Wohnhaus befindet. zu Ehren findet auch die alljährliche Columbus-Woche mit Umzügen, Straßenfesten und Ausstellungen statt. Botanisch Interessierte können endemische Pflanzenarten suchen, von denen es auf Porto Santo zehn gibt. Im Westen der Insel gibt es interessante Basaltformationen, die deutlich die vulkanische Entstehung des Archipel zeigen. Viele Madeira-Urlauber haben Porto Santo schon unfreiwillig kennen gelernt - wenn der Wind auf Madeira die Landung von Flugzeugen verhindert, warten sie auf dem Flughafen von Porto Santo auf besseres Wetter. Ein Besuch am Strand ist dabei aber zeitlich meist nicht möglich.